Allan Taylor - All Is One

Allan Taylor - All Is One

Wer so langsam auf die 70 zugeht und sein Album All Is One nennt – hat etwas zu sagen. Allan Taylor wurde erst kürzlich von den kleinen Prüfungen des Lebens gestreift. Ausgerechnet die Schulter versagte beim Gitarrenspiel den Dienst – mittlerweile alles vergessen und überstanden. Doch wenn er partout wollte, könnte Allan Taylor sein neues Album als große Auferstehung inszenieren. Was dem Meister der nachdenklichen Töne aber fern liegt. Egal wie mühsam der Weg zurück zu seinem Instrument war, zu seinen Fans und in das Tonstudio von Stockfisch Records. Die Insider hören zuerst die stringente Fortsetzung seines Albums Leaving At Dawn von 2009. Auch damals ging es um Aufbruch, weite Wege, die Poesie der Bewegung. Die noch stärker das neue Album All Is One prägt. Statt über den Asphalt geht es durch die Zeit. Der Titelsong selbst ist das beste Beispiel. Taylor schrieb die ersten Zeilen bereits 2004, sie flackerten durch die Jahre immer wieder auf und erscheinen nun vollendet. Von alten Gitarren ist die Rede – und samtenen Handschuhen, die Türen schließen. Trotzdem ist der Song maximal weit entfernt von beschaulicher Resignation. Wer in die Schichten zu hören vermag, erkennt einen cleveren Mix aus Tanz und Marsch: One final dance unites us all. Es ist der Rhythmus von Allan Taylor selbst – der sich in der Tradition der Travelling Troubadours sieht: tanzen und weiterziehen. Mit guten Botschaften: Eine neue Tournee ruft, dieser Tage geht es durch Deutschland, Schottland und die Heimat England. Und die Krankheit ist überwunden? Ja. Wie brillant funktioniert das Saitenspiel? Falsche Frage: Allan Taylor hat sich nie der Show verschrieben. In diesem Sinn ist All Is One auch die tiefste Versammlung seiner Kunst – und seiner Lieblinge. Taylor spielt die Favoriten unter seinen Martin-Gitarren. Mit genau der gleichen Sensibilität für Korpus, Ausdruck und Souveränität, die auch seine Stimme trägt. Immer berührend, nie vage. Im letzten Song fasst es Allan Taylor zusammen: I may not be the perfect man, I guess I’ll do the best I can – und beendet das Album mit einem lächelnd-leichten D-Dur-Akkord. Fast schon wieder zu bescheiden für einen Meister.

Titel:

1. Endless Highway
2. Let The Music Flow
3. All Is One
4. We Stood As One
5. I Followed Her Into The West
6. One Last Smile
7. Plenty For The Few
8. The Sky
9. Like A Cloud (Canzone del Ripensamento)
10. The Best I Can

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